Lichtenrade, den 22. April 2012

Am 19. April 2012 fand im Gemeinschaftshaus Lichtenrade die 5. Mitgliederversammlung der „Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm e. V.“ statt. Vor knapp 100 Teilnehmern informierte der Sprecherrat über die wichtigsten Aktivitäten. Bernd Röstel verwies auf den Erfolg, dass die Abflüge vom BER von der Nordbahn Richtung Westen ‚geradeaus‘ festgelegt wurden und Lichtenrade so vom schlimmsten Fluglärm verschont bleibt. Die Flugroutenvorschläge vom 06. September 2010 drohten Lichtenrade stark zu verlärmen. Gemessen daran, wurde viel erreicht. Röstel betonte : »Wir können und werden uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, da die veröffentlichten Routen bereits in 12 Monaten einer weiteren Überprüfung unterzogen werden sollen.« Zudem hat die Gemeinde Blankenfelde lt. U.Pohske eine Klage gegen die Flugrouten eingereicht mit dem Ziel, die Flugzeug entlang der L76 fliegen zu lassen. Dies würde zu einer massiven Verlärmung von Mahlow-Nord und Lichtenrade führen, über 12.000 Menschen zusätzlich würden lt. Umweltbundesamt (UBA) hiervon betroffen. R. Anders berichtete über die Aktivitäten des Arbeitskreises Aktion. Er organisiert z.B. vor jeder Sitzung der Fluglärmkommission eine Kleindemonstration vor dem Sitzungsgebäude in Schönefeld; die nächste findet am 21. Mai 2012 statt. N. Stock informierte über die Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, die maßgeblich auf politischer Ebene gegen Fluglärm kämpft und auch in diversen Fluglärmkommissionen bundesweit vertreten ist. B. Grajeck-Dyhr berichtete von der Unterschriftenaktion, um eine Aufweichung des §29b Luftverkehrsgesetzes zu verhindern und ein generelles Nachtflugverbot von 22-6 Uhr zu erreichen. Sie hat bisher über 15.000 Unterschriften gesammelt, die zusammen mit Vertretern mehrerer Bürgerinitiativen aus anderen Bundesländern und weiteren 30.000 Unterschriften, dem Bundesverkehrsministerium pressewirksam übergeben wurden. Insgesamt wurden inzwischen 90.000 Unterschriften zusammengetragen und überreicht. Bernd Röstel erklärte : »Unsere Arbeit gründet sich schwerpunktmäßig auf Dialog. Wir suchen ständig das Gespräch mit den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, um unsere Betroffenheit darzustellen und für unsere Sichtweise zu werben.« Das gilt z.B. auch für die geplante EU-Betriebsbeschränkungs-Verordnung, die Lärmschutzrechte und Nachtflugeinschränkungen in Frage stellt. Die Versammlung endete mit der Feststellung des Sprecherrates: »Es gibt noch unendlich viel zu tun, aber wir bleiben dran. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin.« A.Sobel

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